Ehe ohne Sex

Ehe ohne Sex

Jede fünfte Ehe gilt als sexlos. Für Partnerschaften kann das eine enorme Belastung darstellen – besonders wenn das Problem nicht offen angesprochen wird. Es gibt aber durchaus Wege, um wieder Feuer ins Schlafzimmer zu bekommen.

Hinter geschlossenen Schlafzimmerfenstern

Von außen betrachtet war Alice’ Leben perfekt: Mit Anfang 40 hatte sie Karriere gemacht, herzige Kinder geboren, viele nette Freunde gewonnen und einen charmanten Mann geheiratet. Diese Fassade bröckelte allerdings, als sie eines Tages von ihrer Freundin Maureen McGrath, einer führenden Sexualexpertin Kanadas, nach einem Frauenabend nach Hause gefahren wurde. „Als wir uns ihrem Haus näherten, sah sie zu ihrem Schlafzimmerfenster und bemerkte, dass das Licht im Schlafzimmer noch an war. Sie sagte dann: ‚Oh nein, mein Mann wartet auf mich. Tu mir einen Gefallen, fahr ein paar Mal um den Block, bis das Licht ausgeht‘“, erzählte McGrath bei einer berühmt gewordenen Rede bei einer Ted-Konferenz. Bei den folgenden Extrarunden enthüllte die Freundin ihr Geheimnis. „Wir hatten seit einem Monat keinen Sex mehr, eigentlich war es vergangenes Jahr das letzte Mal“, gestand sie. Und sie wollte, dass das auch so bleibt. Diese Frau ist mit ihrem Schicksal alles andere als alleine. Das Phänomen „sexlose Ehe“ ist hinter den geschlossenen Schlafzimmerfenstern verbreiteter, als viele zugeben. Die Wissenschaft spricht von einer sexlosen Beziehung, wenn ein Paar weniger als zehn Mal im Jahr Sex hat. Und dies betrifft, wie gleich mehrere Umfragen – die größte davon durch die Universität Chicago in den USA – ergaben, etwa jedes fünfte. Rund zwei Prozent werden überhaupt nicht mehr intim.

Dass Paare – auch über längeren Zeitraum hinweg – keinen Sex haben, ist eigentlich normal, solange die körperliche Liebe wieder zurückkehrt. Jungeltern etwa, die trotz frisch geborenem Nachwuchs noch regelmäßig miteinander schlafen, sind wohl eher die Ausnahme als die Regel. Aber auch Stress oder Krankheit können zeitweise jede Lust rauben. Außerdem kann eine Beziehung theoretisch auch ohne Sex funktionieren, wenn beide Beteiligten dies wirklich wünschen. Das ist Sexualtherapeuten zufolge aber so gut wie nie der Fall. Meist ist ein Partner mit dem Intimleben unzufrieden und wendet sich ab. „Häufig haben Partner unterschiedliche Vorstellungen bezüglich der Häufigkeit sexueller Kontakte. Und natürlich gibt es kein Richtig oder Falsch. Problematisch wird es erst, wenn Sexualpartner ganz verschiedene Bedürfnisse haben und diese Bedürfnisse nicht thematisiert werden können“, so die Sexualtherapeutin Gabriela Kirschbaum. Während ein Partner sich zurückgewiesen fühlt, fühlt sich der andere bedrängt. Und daraus entsteht meist eine äußerst problematische Dynamik.

Lebenslüge Monogamie?

Eine harmonische monogame Beziehung gilt – besonders in der westlichen Welt – als Ideal schlechthin. Bei einer repräsentativen GfK-Umfrage betonten etwa zwei Drittel, dass Treue ein zentrales Element ihrer Beziehung ist. Doch die Realität sieht ganz anders aus: Egal in welcher Epoche oder in welchem noch so rigiden politischen System, die Menschen sind immer fremdgegangen und werden es wohl auch künftig tun. Kann die Flaute, die sich in vielen Ehebetten breit macht, also vielleicht nicht auch daran liegen, dass wir in Beziehungsmustern leben, für die wir einfach nicht geschaffen sind?

In der Natur ist Monogamie jedenfalls eine absolute Ausnahme, die meistens nur durch das Fehlen von geeigneten Sexpartnern erklärt werden kann. Inzwischen weiß man auch, dass sogar der Schwan, der lange Zeit das Sinnbild für Treue schlechthin war, in Wahrheit kein Kostverächter ist. Ganz besonders gilt dies auch für unsere nächsten Verwandten im Tierreich: die Menschenaffen, deren DNA zu 98 Prozent mit unserer übereinstimmt. Neue Forschungsergebnisse gehen davon aus, dass wir innerhalb dieser Gattung die größte Ähnlichkeit mit den Bonobo-Äffchen haben – und es gibt kaum eine Spezies, die es wilder treibt. Allerdings ist Sex hier mehr als bloßer Lustgewinn, er ist der Kitt des sozialen Lebens. Die Bonobos regeln ihre Konflikte durchwegs gewaltfrei und haben dafür täglich durchschnittlich alle 90 Minuten Sex in allen erdenklichen Variationen. Auch beim Menschen ist die Monogamie keineswegs gottgegeben, sondern entstand erst mit der Ausbreitung des Ackerbaus vor etwa 10.000 Jahren. Davor zogen wir Millionen von Jahren als Jäger und Sammler in Stämmen von 120 bis 150 Personen durch die Wildnis, die nach derzeitigem Wissensstand ihre Beute ebenso freigiebig teilten wie ihre Sexualpartner.

Ehe ohne Sex

Brüderchen und Schwesterchen

Auch wenn wir es bewusst nicht wahrnehmen, unsere gegenwärtigen Beziehungen werden von diesem inneren Jäger und Sammler noch immer entscheidend beeinflusst. Und seine archaische Programmierung widerspricht leider dem moralischen Anspruch diametral, unser Leben mit einem einzigen Partner zu teilen, bis dass der Tod uns scheidet. Vielmehr durchlaufen wir immer wieder ein uraltes Muster, mit dem die Natur dafür sorgt, dass Nachwuchs gezeugt und beschützt wird. Die „rosarote Brille“, mit der wir am Anfang einer neuen Beziehung lächelnd durch die Welt laufen, ist etwa einem Mix von Dopamin, Noradrenalin und Serotonin nebst Testosteron und Östrogen geschuldet. Da bei Frauen nicht klar erkennbar ist, wann sie gerade ihre fruchtbaren Tage haben, sorgt die Natur mit diesen Botenstoffen dafür, dass das Paar die Finger nicht voneinander lassen kann, um so den richtigen Zeitpunkt für die Zeugung von Nachkommen zu erwischen. Nach etwa einem Jahr geht Mutter Natur davon aus, dass die Zeugungsphase erfolgreich war. Nun lässt sie das Gehirn ruhige Kuschelhormone wie Oxytocin und Vasopressin produzieren, die dafür sorgen, dass das Paar eine tiefe Verbundenheit verspürt. Diese soll verhindern, dass der Mann die ungeschützte Frau samt Kind umgehend sitzen lässt, um gleich wieder Jagd auf neue Eroberungen zu machen. Nach vier Jahren ist aber auch damit Schluss: Für die Natur ist der Nachwuchs nun überlebensfähig, das Paar hat seine Schuldigkeit getan. Aus evolutionsbiologischer Perspektive hat ein Zusammenbleiben der Eltern keinerlei Sinn mehr. Es wäre nun eigentlich Zeit, sich einen neuen Partner zu suchen, um eine möglichst große genetische Vielfalt zu erreichen. Tatsächlich beginnen in langen Beziehungen hier auch die Probleme: Aus dem ehemaligen Sexrausch werden Routinenummern eines eingespielten Teams. Die wohl oft ziemlich langweilig sind – so checkt laut einer Umfrage des Mobilfunkunternehmens SureCall jeder Zehnte während des Akts sein Handy. Viele Paare schalten nun in einen „Brüderchen und Schwesterchen“-Modus, wo es zwar eine tiefe Verbundenheit, aber keine sexuelle Anziehung mehr gibt. Es schlägt die Stunde der Beziehungsratgeber und Paartherapeuten.

Fuck-Dates

Wir stecken mit unseren Beziehungen also in einem großen Dilemma: Unsere Wertvorstellungen lassen uns nach dem Ideal der Monogamie streben, während unsere Biologie auf Hallodri getrimmt ist. Oder wie der berühmte Psychoanalytiker Erich Fromm in dem Buch „Die Kunst des Liebens“ schrieb: „Es gibt kaum ein Unterfangen, das mit so ungeheuren Erwartungen begonnen wurde und das mit einer solchen Regelmäßigkeit fehlschlägt, wie die Liebe.“ Allerdings – und das ist wohl der entscheidende Punkt – muss sich der Mensch in seinen Beziehungen nicht der Biologie unterwerfen, sondern kann sich bewusst gegen sie entscheiden. Wir können wählen, mit einer geliebten Person zusammenzubleiben, wohlwissend, dass unser Sexleben nie wieder so feurig sein wird wie am Anfang.

Es muss aber auch nicht vollkommen einschlafen. Ein erster Schritt, um zur Intimität zurückzufinden, wäre einmal, sich von der Vorstellung zu verabschieden, Sex könne nur dann stattfinden, wenn beide Partner Lust darauf haben. Stattdessen sollten regelmäßige „Fuck-Dates“ genauso eingeplant werden wie Besuche im Fitnessstudio. „Das Warten auf den perfekten Zeitpunkt, an dem die Lust zwei Menschen übermannt, ist nichts anderes als eine heimliche Vermeidungsstrategie. Sobald Sie sich das eingestanden haben, eröffnen sich jede Menge neuer Möglichkeiten für ein erfülltes Sexualleben“, so die Paarpsychologin Felicitas Heyne. Wobei man sich tunlichst von einer Vorstellung über perfekten Sex verabschieden sollte, da dieser ein weltfremdes Konstrukt von Pornografie, Werbung und Ratgebern ist. „Wichtig ist, Sex wieder als etwas Spielerisches, Vergnügliches zu betrachten: Ziehen Sie Lose, die darüber entscheiden, wer heute Abend wem zu Diensten ist oder welche Praktik Sie heute einmal ausprobieren wollen. Besuchen Sie gemeinsam eine Burlesque-Show oder experimentieren Sie mit wechselnden Sexspielzeugen. Und streichen Sie die Gleichung Sex ist gleich Geschlechtsverkehr ein für alle Mal aus Ihrem Kopf – Sie haben doch so viel mehr Möglichkeiten, Spaß mit- und aneinander zu haben“, so Heyne.

Von einer Variante, das Sexleben aufzupeppen, raten Sexualtherapeuten unisono ab – und zwar, eine weitere Person hinzuzunehmen. „Wenn wirklich beide einverstanden sind, dann kann man sich in einer Beziehung auf alles einigen. Aber auch da ist es so, dass der Wunsch meist mehr von einem ausgeht und der andere zwangsläufig mitmacht, weil er Angst hat, den Partner sonst ganz zu verlieren – und es sozusagen zähneknirschend aushält. Ich habe wenige Erfahrungen gemacht, dass das wirklich funktioniert“, sagte die Sexualtherapeutin Alexandra Hartmann etwa dem „Focus“. Dann gibt es natürlich eine weitere Variante: Ein Paar, das sich über Jahre hinweg innig liebt, kann tatsächlich eines Tages beschließen, keinen Sex mehr zu haben und dennoch das Leben weiter zu teilen. Und vielleicht kehrt ohne Druck die Lust auch von selbst wieder zurück.


Zum Weiterlesen: Christopher Ryan, Cacilda Jethá: „Sex: Die wahre Geschichte“, Klett-Cotta Verlag; Daniel Bergner: „Die versteckte Lust der Frauen: Ein Forschungsbericht“, Albrecht Knaus Verlag; Felicitas Heyne: „Fremdenverkehr: Warum wir so viel über Sex reden und trotzdem keinen mehr haben“, Goldmann Verlag

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Schlammschlachten im Namen der Liebe

Schlammschlachten

Nicht in allem, wo Wellness draufsteht, steckt tatsächlich Entspannung drin. Und so gerät ein gemeinsames Relax-Wochenende mitunter zum heiklen Parcours zwischen Stutenmilchbad, Saunatemperatur und Sole-Anwendungen.

Sie.

An sehr guten Tagen gibt sich der Mann an meiner Seite romantisch, dann sagt er Sätze wie: „Nichts schmeichelt einem Mann so sehr wie das Glück seiner Frau.“ Dazu gibt es manchmal Blumen – oder, zu besonderen Anlässen, ein W-Wo. Was das ist? Nun, mit dieser Abkürzung wird im Hause Kuhn/Hufnagl der Begriff „Wellness-Wochenende“ so entschärft, dass am Ende jeder daraus machen kann, was er sich persönlich darunter vorstellt. Weil er „ganz sicher nie mehr irgendwas macht, wo Wellness draufsteht“.

Zugegeben, er ist da etwas traumatisiert. Seit damals, als wir im Rahmen von drei Paar-Wellness-Tagen dazu angeleitet wurden, uns gegenseitig in einer engen, dampfigen Kabine mit farbigem Gatsch die Chakren (oder so) einzuschmieren. Irgendwann saßen wir da und starrten einander an – er mein orangefarbenes Dekolleté und die beigegrünen Oberschenkel, ich seinen goldigen Nabel und die roten Tupfen rund um die Augen, in denen ein einziger Hilferuf abzulesen war: Hol mich hier raus! Die für den nächsten Tag geplante „Vegane Schoko-Massage“ für zwei sagten wir ebenso ab wie das Stutenmilchbad-Tête-à-Tête an Klangschalensymphonie. Seit damals muss ich sehr behutsam mit dem Thema „Erholung“ umgehen, zumal sich unsere Vorstellungen, wie diese auszusehen hat, sowieso grundlegend unterscheiden.

Zwei unterschiedliche Welten

Entspannungsurlaub lässt sich aus seiner Sicht vor allem an folgenden drei Dingen festmachen: Viel und gut essen. Fein trinken. Sowie den ganzen Tag auf einem Golfplatz darüber sinnieren, wie man die Flugbahn des Balls optimieren könnte. Eine mathematische Parabel, übrigens, die wenig Kommunikation mit der Ehefrau zulässt, die ihn dann mit überflüssigen Bemerkungen wie, Herrliche Luft, stimmt’s? aus der Fassung bringt. Dazu kommt: Das Wasser, in dem er zu planschen gedenkt, darf auf keinen Fall warm sein, weil: „Wäh!“ Hingegen sollte die Sauna, in der er Entspannung sucht, so heiß sein, dass man auf seinem Popsch Spiegeleier braten könnte. Sehr viel Öl bei der Massage? Geht gar nicht, das würde ihn an das Mayonnaisesalat-Trauma seiner Kindheit erinnern, besser, man fragt nicht. Auch der Idee eines Fastenwochenendes kann er wenig abgewinnen: „Bitte, warum soll ich Geld für nichts ausgeben und einen Abend lang in drei Erbsen herumstochern?“ Also fühlt er sich belästigt, wenn ich ihm mit warmem Getreidebrei und dampfendem Kräutertee gegenübersitze, während er sich bereits das zweite Omelett, „aber bitte mit doppelt Käse und dreifach Speck“ bestellt, zum Erstaunen des Personals.

Und dennoch wagen wir alle Jahre wieder den Versuch, in getrennten Welten gemeinsame Tage zu verbringen. Während er über den Rasen rast, kleinen, weißen Bällen beim Fliegen zuschaut, liege ich im wohltemperierten Wasser, transpiriere in einer mäßig warmen Sauna, bade in Öl und freue mich beim mittäglichen Stochern in Erbsen auf das abendliche Viergangmenü mit ihm. Wo wir einander zuprosten (ich mit Karottensaft, er mit kräftigem Veltliner) und darüber plaudern, was wir tagsüber erlebt haben. Ja, das Leben ist, was man daraus macht – das gilt auch für wunderbar gemeinsame W-Wos.

Er.

„Ich bin doch nicht deppert“, habe ich gesagt. „Sei nicht so fad, das ist vielleicht lustig“, hat sie gesagt. Darauf ich: „Wellness mit Motto? Mit mir fix nicht.“ Darauf sie: „Aber du bist bei Erotikthemen doch sonst nicht so ablehnend.“ An diesen Dialog musste ich später denken, als meine Frau und ich Hand in Hand auf einer Scheibe lagen. Nackt. Und sich plötzlich aus Deckendüsen ein Schlammregen über uns ergoss. Dann begann sich die Scheibe langsam zu drehen, stellte sich einmal links auf, einmal rechts auf, einmal oben, einmal unten, wieder links, rechts, oben, unten. Mit dem Effekt, dass sich die Liebste und ich fühlten wie in einer Pfanne geschwenkte Schlammkoteletts. Die vermeintlich innovative Idee: Wir sollten einander unter kaum kontrollierbaren Umständen wahrnehmen, berühren und zu fassen versuchen. In Wahrheit rutschten und kugelten wir hilflos wie betäubte Seelöwen umher und hielten unsere glitschigen Körper nur deshalb fest, um nicht von der Scheibe zu plumpsen. Erotik also. Oder doch eher ein Erlebnis so sinnlich wie Schüttelfrost am Bärenfell vor dem Kaminfeuer. Das einzig Prickelnde dieses Miteinanders war das Bier danach, verbunden mit dem Kuhn’schen Eingeständnis, dass wir dem Ungeheuer von Wellness ins Auge geblickt haben. Da wussten wir allerdings nicht, was dem Schlamassel noch alles im Namen der Paar-Belebung folgen sollte.

Gemeinsam getrennte Wege gehen

Das Konzept „Wälze dich in den zweiten Ehefrühling“ hat sich jedenfalls nicht durchgesetzt, weil sich das Spa-Rad eben nicht neu erfinden lässt und die Erde auch in Wohlfühloasen keine Scheibe ist. Daher bleibt mein Credo: Für mich bitte eine Runde Golf, eine Sauna, eine Nackenmassage, ein Schnitzerl und ein Achterl Veltliner – schon bin ich glücklich. Ein Gefühl, das allerdings stark beeinträchtigt wird, wenn gnä Kuhn mit einem sonderbar verklärten Blick von der gefühlt siebenstündigen Lomi-Lomi-Nui-Behandlung zurückkehrt und aussieht, als hätte sie am Grund einer Ölwanne nach dem Sinn des Lebens gesucht. Und das mir, der schon aus der seelisch-geistigen Balance kippt, wenn vom Frühstückssemmerl ein Honigtropfen auf dem Finger landet. Sie jedoch verbucht ihr lominöses Dasein nach dem Motto „Glanz oder gar nicht“ ernsthaft als Genuss. Wie das Liegen im überheizten Sprudelbecken, das Sitzen im unterheizten Dampfbad und das Herumstehen im Yogastudio (oder was auch immer sie dort tut). Und sie hat komischerweise auch nichts dagegen, sich mit zig anderen Bademantelmenschen und Schwitzfiguren in Ruheräumen zu versammeln, um dort bei einer geschätzten Raumtemperatur von 45 Grad zu dösen, angeblich entspannt. Während in mir an so einem Ort lediglich das Verlangen wächst, die Produzenten von Wellnesstempelmusik einen ganzen Tag lang einzusperren, wo sie ihren eigenen Klavier-Harfe-Panflöte-Arrangements lauschen müssen – bis sie verzweifelt nach Bäumen rufen, die sie in ihrem Wahnsinn am liebsten fällen wollen, statt sie zu umarmen. Aber was tut ein Mann nicht alles für die Liebe? Und so werden wir sicher schon bald wieder durch ein Relax-Refugium spazieren, um dort gemeinsam getrennte Wege zu gehen. Ganz ohne Schlammschlacht.


Zu den Autoren: Gabriele Kuhn und Michael Hufnagl sind tatsächlich verheiratet – und schreiben jeden Sonntag die SIE/ER-Kolumne „Paaradox“ in der Tageszeitung KURIER. Daraus entwickelten sie im Jahr 2014 ein Lese-Kabarett. Das aktuelle Programm „Schatzi, geht’s noch?“ ist – sofern es die Lage erlaubt – im Wiener Rabenhof Theater zu sehen.

Schlammschlachten

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Hochkarätiges Künstlertreffen im Astoria

Mit „Bergauf mit Cultour“ hat Elisabeth Gürtler bereits 2020 Kultur und zahlreiche Künstler nach Seefeld und ins Astoria Resort gebracht. Nun wird das erfolgreiche Konzept von 24. bis 27. Juni nicht nur fortgesetzt, sondern auch um den Teil der Bildenden Kunst erweitert.

2021 wird wieder gereist, aber anders als vor der Pandemie. Qualität zählt mehr denn je, ebenso Sicherheit und Vertrauen. Bereits im Vorjahr hat Elisabeth Gürtler, Gastgeberin im Astoria Resort Seefeld, mit internationalen KünstlerInnen und TouristikerInnen ihr Konzept „Bergauf mit Cultour“ präsentiert. Dieses wird nun durch eine Kooperation mit dem Kunstexperten Rafael Jablonka und der Präsentation der Sammlung Jablonka erweitert und Seefeld so als kultureller Hotspot in Tirol etabliert.

Am Programm vom 24. bis 27. Juni 2021 stehen etwa die Eröffnung der Ausstellung von Philip Taaffe – „We Are Not Afraid“, ein Spaziergang zu Rafael Jablonkas „Haus T.“ – ein Kunstwerk von Thomas Schütte sowie musikalische und kulinarische Highlights. Zu den zahlreichen geladenen Gästen aus Kunst und Kultur gehören unter anderem Startenor Michael Schade mit seiner Frau Dee McKee, Burgtheater Schauspielerin Mavie Hörbiger, Geiger Julian Rachlin und Schauspieler Peter Simonischek.

Im Paket inkludiert sind die Teilnahme am Event sowie drei Übernachtungen inklusive Halbpension.

Bergauf mit Cultour 2021

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Sonnenschutz im Einklang mit der Natur

Ultrasun

Eine wirksame Sonnencreme beugt Hautkrebs und einer vorzeitigen Hautalterung vor. Viele Produkte enthalten jedoch umweltschädliche Wirkstoffe. Zum Welttag der Ozeane verraten wir, wie Sie Ihre Haut und die Meere schonen können.

Tag zur Rettung der Weltmeere

Seit 2009 begehen die Vereinten Nationen am 8. Juni den „World Oceans Day“, um auf den Wert und die Bedrohung der Weltmeere aufmerksam zu machen. Ein massiver Eingriff in das empfindliche Ökosystem sind Giftstoffe, die aus der Landwirtschaft und Industrie über das Grundwasser und Flüsse ins Meer gelangen. In den letzten 30 Jahren sind etwa fast die Hälfte aller Korallenriffe zerstört worden. Die UN haben sich das Jahr 2030 zum Ziel gesetzt, um 30 Prozent der Ozeane als Schutzgebiete zu erklären. Im Alltag kann jeder von uns zum Meeresschutz beitragen.

Die Haut und den Ozean schonen

Wussten Sie zum Beispiel, dass in herkömmlichen Sonnencremes korallenschädigende Inhaltsstoffe enthalten sind? Da die Sonnenstrahlung aber gerade im Sommer sehr intensiv sein kann, ist ein verlässlicher Sonnenschutz für die Hautgesundheit unerlässlich. Dieser sollte einerseits vor dem gesamten Lichtspektrum schützen, hautverträglich und angenehm in der Anwendung sein, andererseits aber auch die Umwelt schonen. Immer mehr Menschen achten beim Kauf ihrer Sonnenschutzmittel auf eine gute Umweltverträglichkeit. Der EcoSun Pass bewertet die ökologische Qualität von UV-Filtern und hilft bei der Auswahl geeigneter Produkte. Berücksichtigt werden die biologische Abbaubarkeit, die toxischen Auswirkungen der UV-Filter auf die Natur und die Bio-Akkumulierung (UV-Filter können sich in Lebewesen anreichern und bestimmte – auch hormonelle – Nebenwirkungen haben).

Optimal geschützt in die Badesaison starten

Die Sonnenschutzprodukte der dermatologischen Linie für die sensible Haut von Ultrasun haben bei diesen Tests mit ausgezeichneten Resultaten abgeschnitten. Sie sind mit Bestnoten von EcoSun Pass ausgezeichnet worden und bürgen für eine hervorragende Umweltverträglichkeit. Außerdem erfüllen sie auch alle anderen wichtigen Kriterien für einen optimalen Sonnenschutz. Erhältlich sind die Produkte in Apotheken, Reformhäusern, Drogerie, Kosmetikinstituten und hier.

Weitere Tipps zum Schutz der Meere

• auf Produkte mit Mikroplastik verzichten
• wenig bis gar keinen Meeresfisch konsumieren
• recycelte Produkte aus Meeresmüll kaufen
• beim Schnorcheln nicht die Unterwasserwelt berühren
• am Strand und in Gewässern auch fremden Müll entsorgen

Ultrasun Webseite

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Wellnessurlaub in Zeiten von Corona

Schloss Seefels *****

Endlich wieder Wellnessurlaub! Rechtzeitig zum Start der Sommersaison dürfen alle Hotels in Österreich, Deutschland und Südtirol wieder Gäste empfangen. Wir haben die aktuellen Informationen über weitere Lockerungen und Rahmenbedingungen zusammengefasst.

Stand: 10. Juni 2021

Zur aktuellen Lage in Österreich, Deutschland und Südtirol

Unsere österreichischen Lilien-Hotels dürfen Ihnen mit ausgezeichneten Sicherheitskonzepten seit 19. Mai wieder eine sorgenfreie Auszeit bescheren. Auch Gäste aus dem Ausland sind unter gelockerten Auflagen willkommen, seit 13. Mai ist etwa die Quarantänepflicht bei der Hin- und Rückreise für deutsche Gäste aufgehoben. Weitere Erleichterungen werden im ersten Schritt ab 10. Juni und im zweiten am 1. Juli folgen. In Deutschland ist Urlaub nun ebenfalls in allen Bundesländern wieder möglich. Einheitliche klare Regeln und Rahmenbedingungen, die für ganz Deutschland gelten, gibt es aber nicht. Seit 7. April dürfen die Hotels in Südtirol wieder öffnen, nach der Ein- und Rückreise ist keine Quarantäne mehr notwendig.

Der langersehnte Wellnessurlaub ist also endlich wieder möglich! Wir haben für Sie recherchiert und Lilien-Hotels aufgelistet, in denen Sie dank kurzfristigen kostenlosen Stornomöglichkeiten jetzt ganz sorglos buchen können.

Mit dem RELAX Guide Newsletter laufend über Wellnessurlaub in Zeiten von Corona informiert sein

Wann ist wieder ein Wellnessurlaub möglich? Wann sperren die Wellnesshotels wieder auf? Mit welchen Einschränkungen vor Ort müssen Sie rechnen? Sind Saunen und Pools geöffnet?

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Die Regeln der einzelnen Länder im Überblick

  1. Österreich
  2. Deutschland
  3. Südtirol

Österreich – Restart seit 19. Mai

Seit 19. Mai ist touristisches Reisen in österreichische Hotels unter Einhaltung eines verpflichteten Präventions- und Hygienekonzepts wieder erlaubt. Die Einreise aus Ländern mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 250 ist ohne Quarantäne möglich. Für Gäste aus Deutschland ist die Quarantäneverpflichtung nach der Rückreise bei Vorlage des Impf-, Genesungs- oder negativen Testnachweises ebenso aufgehoben. Bei der Anreise in ein Hotel müssen Gäste ein gültiges negatives Testergebnis, ein Impfzertifikat oder eine Bestätigung einer durchgemachten Covid-Erkrankung vorweisen („Grüner Pass“). Zudem gibt es Tests vor Ort, gewisse Dienstleistungen verlangen etwa jeden zweiten Tag einen kontrollierten Selbsttest. Buffets sind unter besonderen hygienischen Schutzvorkehrungen erlaubt. In Eingangsbereichen und Innenräumen sollen FFP2-Masken getragen werden, Feuchträume, Duschen und Pools sind ausgenommen. Beim Sport entfällt die Maskenpflicht ebenso. Behandlungen und Massagen sind uneingeschränkt, unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen möglich.

Ab 10. Juni gibt es weitere Lockerungen: Die Maskenpflicht in Außenbereichen fällt, der Mindestabstand reduziert sich auf einen Meter und pro Gast müssen nur noch zehn statt 20 Quadratmeter Platz zur Verfügung stehen. Im Restaurant dürfen acht Erwachsene indoor und 16 outdoor an einem Tisch sitzen, die Sperrstunde wird auf 24 Uhr hinauf gesetzt. Ab 1. Juli 2021 werden weitere Erleichterungen folgen, darunter voraussichtlich eine gelockerte Maskenpflicht sowie kein Mindestabstand und Kapazitätsbeschränkungen mehr.

Salzburgerhof

Deutschland – Öffnung in allen Bundesländern

Für Hotels in Deutschland gelten je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen. In den allen Bundesländern dürfen die Hotels wieder Gäste empfangen. Voraussetzung für die Öffnung der Hotels ist eine stabile Sieben-Tages-Inzidenz unter 100 im entsprechenden Landkreis. Hygienekonzepte, Masken- und Testpflichten sind überall aufrecht. Niedersachsen hat den Tourismus derzeit für Einwohner des Bundeslandes geöffnet, seit 7. Juni ist das auch in Mecklenburg-Vorpommern möglich, Urlauber aus anderen Bundesländern sind dort ab 14. Juni erlaubt.

Die Regelungen für Wellness und Gastronomie fallen in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich aus, daher empfehlen wir dringend, sich vor dem Aufenthalt über die individuellen Maßnahmen und Bestimmungen im Wunsch-Hotel zu informieren. Oberste Regel ist die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m, dieser muss in allen öffentlichen Bereichen gewährleistet sein. Ebenso wird die 3-G-Regel (getestet, geimpft, genesen) wohl überall gültig sein. Weitere Maßnahmen, die in den meisten Bundesländern aufrecht bleiben werden, ist eine maximale Anzahl von Gästen in Pools und Saunen, ein Verbot von Dampfbädern und Aufgüssen, die Kontaktdatenerfassung aller Gäste sowie die Beschränkung des Zutritts zum Spa nur für Hotelgäste.

Weissenhaus

Südtirol – keine Quarantänepflicht mehr bei Ein- und Rückreise

In Südtirol dürfen Hotels seit 7. April wieder Urlaubsgäste empfangen. Seit 16. Mai ist die Quarantänepflicht nach der Einreise von Österreich nach Italien aufgehoben, das Vorweisen eine negativen Covid-Tests oder eines Genesungs- oder Impfnachweises genügt. Auch in Deutschland gilt Italien nicht mehr als Risikogebiet, eine Quarantäne nach der Rückreise ist nicht mehr vorgeschrieben. In allen öffentlichen Bereichen, auch im Freien, gilt die Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann. Innen- und Außenpools sowie Naturbadeteiche können unter Einhaltung des Mindestabstands genutzt werden, pro Person müssen 10 m2 Platz zur Verfügung stehen. Die Nutzung von Saunen, Schwimmbädern und Fitnessbereichen ist an den sogenannten CoronaPass Südtirol (getestet, geimpft, genesen) gebunden, Gäste können sich kostenlos testen lassen.

Sonnenparadies

Sicherer Wellnessurlaub

Grundsätzlich gelten auch hier für jedes Land (beziehungsweise Bundesland) individuelle gesetzliche Bestimmungen. Es ist also ratsam, sich vor der Buchung über die Maßnahmen im Wunsch-Hotel zu informieren. Sicher ist jedoch, dass bei allen Hoteliers das Wohlbefinden der Gäste an erster Stelle steht, um ihnen eine erholsame Auszeit zu ermöglichen. Kurzfristige Stornomöglichkeiten, Hygienesicherheit, genügend Freiraum und Abstand sind in unseren Lilien-Hotels selbstverständlich.

Ein Wellnessurlaub in einem Wellnesshotel in Österreich, Deutschland oder Südtirol verspricht vor allem viel Platz und Freiraum, Erholung inmitten wohltuender Natur, Bewegung im Freien sowie gutes Essen. Entdecken Sie zum Neustart die besten Angebote sowie die schönsten Hotels am Wasser, mit ausgezeichneter Küche oder für einen Urlaub mit der ganzen Familie.

Posthotel Achenkirch

Schwitzen erlaubt – sicher in die Sauna trotz Corona

Saunieren ist, wenn die Hotels in Österreich, Deutschland und Südtirol geöffnet sind, wieder möglich, wenn auch mit kleinen Einschränkungen wie dem Verzicht auf das Wedeln beim Aufguss. In einigen deutschen Bundesländern waren Aufgüsse bei bisherigen Regelungen untersagt. Der vorgeschriebene Mindestabstand muss auch in der Sauna eingehalten werden, weshalb die Personenanzahl beim Zutritt begrenzt ist. Werden die Sicherheits- und Hygienemaßnahmen im Saunabereich des Hotels eingehalten, gibt es wenig Grund zur Sorge vor einer Ansteckung. Saunen bieten aufgrund der hohen Lufttemperatur eine thermische Desinfektion, die zu einer Verminderung der Viruslast führen kann (dies gilt jedenfalls für Saunen mit einer Temperatur von über 60 °C). Außerdem wirkt sich der regelmäßige Gang in die Sauna positiv auf das Immunsystem aus.

Tratterhof

Wellness in Zeiten von Corona – ist das möglich?

Der Termin für das Reopening der Hotels in Österreich war der 19. Mai. Südtiroler Hotels dürfen seit 7. April wieder Gäste empfangen und Wellnessurlaub in Deutschland ist nun in allen Bundesländern ebenfalls wieder möglich. Es gelten strikte Abstands- und Hygieneregelungen, zudem gibt es Zutrittsbeschränkungen für bestimmte Wellnessbereiche wie Saunen oder Pools. Seit 16. Mai ist die Einreise nach Italien ohne Quarantäne möglich. In Österreich ist seit 19. Mai auch Urlaub für Einreisende aus dem Ausland möglich sein, für alle Betriebe gilt die Einhaltung eines verpflichtendes Hygiene- und Sicherheitskonzepts. Alle aktuellen Informationen rund um Wellness in Zeiten von Corona lesen Sie auf RELAX Guide.

Wann öffnen die Wellnesshotels wieder?

Wellnesshotels in Österreich dürfen seit 19. Mai wiedereröffnen. In Deutschland sind die Wellnesshotels unter bestimmten Auflagen in allen Bundesländern geöffnet. In Südtirol dürfen die Hotels seit 7. April wieder öffnen, seit 16. Mai ist die Quarantänepflicht bei der Einreise nach Italien aufgehoben.

Wann öffnen Saunen wieder?

Sobald die Wellnesshotels wieder öffnen, ist auch mit einer Öffnung der Saunen zu rechnen. Die Nutzung der Saunen wird ähnlich wie bereits letzten Sommer unter bestimmten Hygieneauflagen sowie Abstandsregeln und mit Voranmeldungen möglich sein. In Südtirol haben die Hotels und somit auch die Saunen seit 7. April wieder geöffnet. Der Öffnungstermin für österreichische Hotels ist der 19. Mai, alle deutschen Bundesländer sind ebenso bereits in die Saison gestartet.

Wann öffnen Thermen wieder?

Österreichische Thermen dürfen seit dem branchenübergreifenden Restart am 19. Mai öffnen. In Deutschland dürfen die Thermen ebenso wie die Hotels in Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 wieder öffnen. In Südtirol dürfen die Hotels und somit die Thermen seit 7. April wieder Gäste empfangen. Der Öffnungstermin für die Therme Meran etwa war der 9. April.

Weitere Informationen:

Deutschland – DEHOGA

Österreich – Bundesministerium für Tourismus

Südtirol – Südtirol Tourismus

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Rundum nachhaltig

Schindelbruch Naturresort ****s

Klimaneutral und nachhaltig – dieser Strategie hat sich ein ganz besonderes Naturresort im Harz voll und ganz verschrieben. Ein bald noch großzügigeres Spa und der angrenzende Wald sind ein Garant für genügend Freiraum und Entschleunigung.

Verbunden mit der Natur

Den schönsten Platz im Hotel zu definieren ist nicht einfach. Der Eigentümer und Geschäftsführer des Naturresort Schindelbruch, Dr. Clemens Ritter von Kempski, erklärt dies so: „Für mich ist es die Möglichkeit, aus jeder Tür hinaus- und sofort in die Natur der wunderbaren Mischwälder des Südharz eintreten zu können. Es gibt endlos viele Plätze zum Atmen, Riechen, Sehen, Reden oder auch Schweigen. Vollgetankt geht es von dort wieder zurück, um einen Sundowner an der Bar und das Hotel mit allen Vorzügen zu genießen.“ Und Vorzüge gibt es zur Genüge in dem Viersterne-superior-Resort mit 98 Zimmern und Suiten, drei Restaurants auf hohem Niveau, einem Tagungsbereich und einem 2.500 Quadratmeter großen Wellnessbereich.

Schindelbruch Naturresort ****sIm lichtdurchfluteten Wintergarten sitzt man so elegant wie behaglich mit Blick in die Natur.

Nachhaltigkeit ist keine Modeerscheinung

Die Natur wird aber nicht als selbstverständlich hingenommen, und daher ist das Thema Nachhaltigkeit für den Chef des Resorts im deutschen Bundesland Sachsen-Anhalt keine Modeerscheinung. Bereits vor 12 Jahren wurde ein strategisches Zukunftskonzept entwickelt, um das Hotel in allen Bereichen auf Klimaneutralität umzustellen: Das beinhaltet die Reduktion von CO2-Emissionen, die Verbesserung der Energie- und Umweltbilanz durch regenerative Energien und Kompensation der Rest-Emissionen durch Investitionen in Klimaschutzprojekte. Dazu gehören etwa eine Photovoltaikanlage für das Hotel, Ökostrom aus Wasserkraft, Erdwärme, Wärmerückgewinnung, eigene Wasseraufbereitung, 100 Prozent Recyclingpapier, eigene E-Tankstellen und vieles mehr. „Wir haben über die Zeit schon viel verbessert, aber es ist immer noch Work in Progress“, kommentiert von Kempski seine Ambitionen. Wichtig dabei: Nachhaltigkeit bedeutet für das Team keinen Verzicht, sondern den bewussten Umgang mit den Ressourcen – und der wird auch von den Gästen immer mehr geschätzt.

Schindelbruch Naturresort ****sDie Küche verarbeitet regionale, saisonale und biologische Zutaten zu köstlichen Gerichten.

Neues im Schindelbruch

Auch in den kommenden Jahren sollen Nachhaltigkeit, Sicherheit und Exklusivität die Schwerpunkte des Resorts, das vom RELAX Guide mit drei Lilien bedacht wurde, sein. Die Entwicklungen im Jahr 2020 machten aber unerwartete Änderungen notwendig. So wurden die 40 geplanten Zimmer und Suiten im neuen Gästehaus (Eröffnung April 2021) kurzerhand auf 26, darunter vier Spa-Suiten, reduziert. Die Zimmer sind nun nicht nur größer, sondern haben auch jeweils einen eigenen geschützten Außeneingang, Terrasse oder Balkon. Viel Platz und Privatatmosphäre ist für die Gäste somit gesichert. Die Alleinlage im Wald und die ungewöhnlich großen Fenster und Terrassentüren gewährleisten außerdem viel natürliches Licht. Bewusst hat man sich für regionale Bauunternehmer und Einrichter entschieden, die ebenso nachhaltige Konzepte verfolgen. Viel Holz und Erdtöne unterstreichen die natürliche Ausrichtung. Neue Entscheidungen sind im Kulinarikbereich gefallen: Die sehr gute Küche der Restaurants ist weiterhin regional, saisonal und biologisch, eines davon wird künftig als exklusives Gourmetrestaurant positioniert und in führenden Restaurant-Guides gelistet. Veränderungen auch im Spa: Der Fitnessbereich wird vergrößert und ab Sommer vor allem Familien mit Kindern noch mehr Freiraum mit neuen Liegeflächen im Wintergarten bieten. Ein komplett neuer Saunabereich ist noch in Planung, wobei sich die Gäste dann nicht nur auf neue Anwendungsräume, sondern auch auf ein neues Spa-Bistro, das mit der Hauptküche verbunden wird, freuen dürfen. „Die Gäste können dann ganztägig im Bademantel unsere Kulinarik genießen“, erzählt von Kempski mit einem Schmunzeln.

Schindelbruch Naturresort ****sMit einem detaillierten Konzept wird das Naturresort Schindelbruch auf Klimaneutralität umgestellt, die Gäste bekommen von diesem „Work in Progress“ wenig mit, schätzen aber den bewussten Umgang mit Ressourcen.

Regionalität auch im Spa

Für die Zufriedenheit der Gäste im Wellnessbereich ist Spa-Managerin Christel Reininghaus verantwortlich. „Wir haben hier so viele Möglichkeiten, was Anwendungen, Bewegung, Schönheit und Wohlbefinden betrifft. Alles spielt zusammen.“ Demnächst wird es noch mehr Anwendungsräume mit viel Tageslicht und Frischluft sowie Fenster und Türen in Richtung Park geben. Die Ruheräume, ob mit Wasserbetten, Schaukelliegen oder gemütlichen Sesseln, ermöglichen Ausblicke auf den Wald. „Das ist zu jeder Jahreszeit schön, auch im Winter, wenn die Bäume kahl sind. Man hat das Gefühl, mitten in der Natur zu sein.“ Großen Wert legt Reininghaus auch auf bestens geschulte Mitarbeiter und eine klare Linie bei den Produkten für die Anwendungen. „Wir verwenden für die Region typische, jedoch moderne, an die Bedürfnisse der Zeit angepasste Produkte.“ Für sie ist wichtig, Nachhaltigkeit in allem zu bewahren, und das bedeutet für sie auch, dass die Gäste „glücklich und gesund“ durch die nächsten Jahre kommen.

Schindelbruch Naturresort ****sDer Wellnessbereich bietet ab Sommer mit neuen Liegeflächen noch mehr Freiraum für Familien mit Kindern, ein neuer Saunabereich ist bereits in Planung.


Den kritischen Kommentar zu diesem Wellnesshotel in Sachsen-Anhalt lesen Sie hier: RELAX Guide – Schindelbruch Naturresort ****s

Weitere Informationen: Schindelbruch Naturresort ****s

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Und Ruhe!

Friedrichsruhe Wald & Schlosshotel *****s

Nehmen wir an, Sie suchen das beste Wellnesshotel Deutschlands: ein Schloss, das ein Milliardär einem Fürsten abgekauft hat; ein Refugium, das Mick Jagger und Anna Netrebko gewählt haben; ein Hotel, das elfmal mit vier Lilien bewertet wurde.

Ein Schlosshotel mitten im Grünen

Es gibt Hotels, wo man bereits bei der Anfahrt ahnt: Es wird alles gut. Das Wald und Schlosshotel Friedrichsruhe, im Hohenloher Land gelegen, der deutschen Toskana, wie manche sagen, ist so eines. Schon das bisschen Grün, das man durchfährt, bis man zum Hauptgebäude kommt, beeindruckt: 44.000 Quadratmeter Park und Wald mit bis zu 300 Jahre alten Bäumen, sorgfältig von vier Gärtnern gepflegt. Das Fünfsterne-superior-Hotel besteht aus fünf Gebäuden, das älteste ist das 1712 errichtete Jagdschloss. Einen Moment lang fühlt man sich wie ein Fürst. Das Gefühl trügt nicht. Tatsächlich gehörte das Jagdschloss samt Nebengebäuden bis 2005 dem Fürsten zu Hohenlohe-Oehringen. Dann kaufte es ein schwäbischer Selfmade-Milliardär, dessen Aufsteigergeschichte aus einem Roman von Thomas Mann stammen könnte. Reinhold Würth übernahm in den 50er Jahren als 23-Jähriger die von seinen Eltern gegründete Schraubenhandlung und machte daraus einen Konzern mit heute 77.000 Beschäftigten, der zum Weltmarktführer wurde. Würth, dessen Vermögen auf über sieben Milliarden Euro geschätzt wird, sammelte im Laufe seines Lebens auch mehr als 15.000 Kunstwerke, darunter die zweitteuerste Madonna der Welt, ein Gemälde von Hans Holbein um 50 Millionen Euro. Der Schraubenkönig aus Künzelsau leistete sich zudem ein paar Hotels in seiner Heimat Baden-Württemberg, darunter eben auch das schöne Schlossensemble Friedrichsruhe. Wir erzählen diese Geschichte, weil sie vielleicht erklärt, warum Geld in diesem feinen Grandhotel offenbar nicht so eine Rolle spielte und immer alles besser ist, als man denkt. Gleich nebenan gibt es zum Beispiel einen Golfplatz. Hotels mit 18-Loch-Golfplätzen findet man viele, diese großzügige Anlage aber hat gleich 27 Löcher und ist Mitglied der Leading Golfclubs Germany.

Friedrichsruhe Wald & Schlosshotel *****s

Spa und Golfplatz im Fünfsterne-Schlosshotel Friedrichsruhe: Klasse statt Masse. 4.400 Quadratmeter Luxus-Spa für nur 66 Zimmer und für ambitionierte Golfer 27 statt wie üblich nur 18 Löcher.

Großzügigkeit und Authentizität

Fine Dining gibt es auch in anderen Hotels, aber ein Gourmetrestaurant – hier unter Leitung des jungen Spitzenkochs Boris Rommel – mit gleich zwei Michelin-Sternen haben nur wenige. Mit schönen Spas warten auch andere Häuser auf, vielleicht sogar mit größeren, modischeren, aber in Friedrichsruhe stehen 4.400 Quadratmeter Spa-Fläche nur 66 Zimmern gegenüber. Viel Platz für jeden Gast. Und der Außenpool ist auch im strengsten Winter beheizt. Da wird bei der Konkurrenz die Luft schon dünn. Die Freundlichkeit des Personals, das perfekte Service, die Liebe zum Detail merkt man in Friedrichsruhe schnell, aber manches fällt nur den Anspruchsvollen auf. Zum Beispiel die hochwertigen Vollholzmöbel in den Zimmern oder dass aus den Wasserleitungen kein Chlorwasser rinnt, sondern frisches Quellwasser aus drei eigenen Brunnen. „Wir verstehen Wellness als Wohlfühlen in allen Bereichen“, sagt Jürgen Wegmann, der seit 2015 Friedrichsruhe führt. „Unsere größte Stärke ist Großzügigkeit und Authentizität. Eine aufgesetzte Freundlichkeit zum Beispiel würden unsere Gäste sofort erkennen.“

Friedrichsruhe Wald & Schlosshotel *****sIm Schlosshotel Friedrichsruhe versteht man Wellness als Wohlfühlen in allen Bereichen. Auf 4.400 Quadratmeter steht eine herrliche Spa-Fläche für alle Ruhesuchenden zur Verfügung.

Da ist für jeden was dabei!

Wegmann ist zum Zeitpunkt unseres Gesprächs, im Dezember 2020, wie ein Fürst in einem herrlichen Schloss mit viel Personal, aber ohne Gäste. Die Corona-Lockdowns werden genützt, um einen Teil der Zimmer zu modernisieren und die Technik auf den neuesten Stand zu bringen. Den Gästen stehen übrigens acht Zimmerkategorien zwischen 28 und 185 Quadratmetern in fünf Gebäuden zur Verfügung. Romantikern empfehlen wir das Jagdschloss mit langen, alten Gängen und edlen Antiquitäten. Laura-Ashley-Fans bevorzugen das Torhaus oder das elegant-moderne Spa-Haus. Die meisten Gäste – 75 Prozent kommen privat, 25 Prozent sind Business-Leute – bevorzugen das Haupthaus, wo man auch die Präsidentensuite (185 Quadratmeter, 1.400 Euro/ Nacht) buchen kann. Unsere Lieblingssuite ist übrigens die mit der Nummer 212: deutlich kleiner (60 Quadratmeter), aber mit Terrasse und herrlichem Blick auf den Schlosspark. Bleibt noch die Frage zu klären, wo und was man am Abend dinieren sollte. Ein Wiener Schnitzel mit Preiselbeeren in der einfacheren Jägerstube, ein Cordon bleu vom Bauernkalb in der urigen, mit Geweihen geschmückten Waldschenke oder ein fünfgängiges Menü im Sternerestaurant „Le Cerf“ für 164 Euro mit Königskrabbe, Gänseleber, Rochenflügel und so weiter. Ach, immer diese Entscheidungen im Leben.

Friedrichsruhe Wald & Schlosshotel *****sFriedrichsruhe ist ein deutscher Klassiker. Die Einrichtung ist hochwertig, aber nichts für Menschen, die Design-Experimente suchen. Links: Das Feinschmecker-Lokal „Le Cerf“ unter Sternekoch Boris Rommel verwöhnt auf allerhöchstem Niveau. Im diskreten Chef’s Table Room saßen schon viele Vorstände deutscher Top-Unternehmen.


Den kritischen Kommentar zu diesem Wellnesshotel in der Baden-Württemberg lesen Sie hier: RELAX Guide – Friedrichsruhe Wald & Schlosshotel *****s

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Mit Abstand auf höchstem Niveau

Gmachl Genussdorf ****s

Nahe der Stadt Salzburg überrascht ein traditioneller Familienbetrieb erneut mit Erweiterungen: Neue Saunasuiten und ein drittes Spa bieten den Gästen noch mehr Platz.

Viel Platz zum Abzuschalten

In der Psychologie spricht man von vier Distanzzonen. Wie nah darf uns jemand kommen, ohne dass wir uns unwohl oder gar bedroht fühlen? Zone eins bezeichnet nach dem gängigen Schema den intimsten Kreis. Jene geringe körperliche Distanz, die für Familienmitglieder reserviert ist. Zone vier wird die öffentliche Distanz genannt. Wie nah uns jemand kommen darf, ist aber nicht in Stein gemeißelt: Es gibt Lebensphasen, global beeinflusste wie auch durch persönliche Faktoren bestimmte, in denen wir einen größeren Abstand zu anderen brauchen, um uns wohlzufühlen. Einen angenehm großen Abstand bekommt man im Gmachl in Bergheim mitserviert: Hat doch dieses traditionsreiche Wellnesshotel, das auf über 600 Jahre Gastlichkeit verweisen kann, eines der besten Platz-pro-Gast-Verhältnisse Österreichs.

In den neuen Suiten die Natur spüren

Schon bisher ging es im Gmachl alles andere als gedrängt zu. Mit den neuerlichen Erweiterungen macht es die engagierte Gastgeberfamilie ihren Gästen aber noch einfacher, Abstand zu halten und sich zurückzuziehen. Da wären zunächst einmal die acht Dorfsuiten in einem neu erbauten Trakt. Diese ergänzen die ebenfalls erst vor kurzem errichteten Spa-Suiten. Sie alle wurden mit dem familieneigenen Gespür für heimische naturbelassene Materialien gestaltet – man lässt etwa unbehauenen Stein und alpines Hartholz ihre Wirkung entfalten. Die großzügigen Dorfsuiten mit Gartenblick überzeugen mit eigenem Whirlpool, Dampfbad, einem Kamin mit echtem Feuer und mit einer eigenen Außensauna auf der Terrasse. Man taucht hier wirklich in eine andere Welt ein, es herrscht eine geradezu mystische Stimmung.

Gmachl Genussdorf ****sNeu im Gmachl sind die Dorfsuiten mit Gartenblick. Über zu wenig Privatsphäre kann man sich hier mit eigenem Whirlpool, Dampfbad, einem Kamin und einer Außensauna auf der Terrasse nicht beklagen. Für ein angenehmes Ambiente sorgen die behutsam ausgewählten, heimischen Materialien wie Naturstein und alpines Hartholz.

Beruhigende Stimmung im Hang-Spa

Die zweite Erweiterung ist das 2.000 Quadratmeter große Hang-Spa unterhalb des Garten-Spas. Außerdem gibt es in diesem Vier-Lilien-Hotel noch das Dach-Spa mit Infinitypool samt atemberaubendem Panorama auf die Festung Hohensalzburg. Mit dem Namen Hang-Spa hat es zweierlei auf sich, wie Franz Gmachl senior, mit seiner Frau Silvia Generation sieben der Hotelierfamilie, schmunzelnd erzählt: Einerseits wurde es in den Hang hineingebaut, „8.000 Kubikmeter Material haben wir da abtragen lassen“. Andererseits bezeichnet Hang auch ein neuartiges Blechklanginstrument aus Halbkugelsegmenten, das im Hang-Spa zum Einsatz kommt. „Einer unserer Mitarbeiter beherrscht das Hang-Spiel. Er geht mit dem Instrument, dessen Klänge sehr entspannend sind, durch den Wellnessbereich.“ Bei der Gestaltung des Hang-Spas hat Franz Gmachl junior, Generation acht, den Architekten zahlreiche Ideen geliefert, die er von Fernreisen mitgebracht hat. „Man taucht hier wirklich in eine andere Welt ein, es herrscht eine geradezu mystische Stimmung.“ Von den Decken ranken sich üppig-grüne exotische Schlingpflanzen, ausladende Lampenschirme aus Rattangeflecht ergänzen das Salzburger Bauhandwerk, auf das man immer schon stolz war. Alles im Hang-Spa ist Richtung Garten ausgerichtet, von überall leuchtet beruhigendes Grün herein. Ein ganz besonderes Schmuckstück ist die sogenannte Grüne Insel am neuen Nacktbadeteich samt integriertem Whirlpool. Dieser spektakuläre ovale Bau gleicht äußerlich einem gewaltigen Vogelnest, innen vermag er Fernweh zu stillen: mit seinem feinkörnigen Sandboden, angenehm feucht-mildem Klima, überdimensionierten exotischen Blättern und geradezu geheimnisvoll gedämpftem, tropenschattigem Licht.

Gmachl Genussdorf ****sStimmungsvoll und großzügig gestaltet: Die „Teichsauna“ mit Blick auf das Wasser wird mit 90 Grad beheizt. Alles im neuen, mit viel Gespür angelegten Hang-Spa ist in Richtung Garten ausgerichtet.

Großzügigkeit, die beeindruckt

Platz, Platz, Platz – dieses unausgesprochene Motto ist in diesem organisch gewachsenen Salzburger Familienbetrieb allgegenwärtig. Das Fitnessstudio etwa übersiedelte ins Hang-Spa – mit doppelter Fläche. Auch der großzügig dimensionierte Yogaraum mit Gartenblick erlaubt wohltuendes Abstandhalten, und auf der Yogaterrasse werden Frischlufteinheiten angeboten. Ein zusätzlicher Ruheraum lockt mit 28 Doppelliegen. Außerdem finden die Gäste zahlreiche, teilweise überdachte Ruhemöglichkeiten im Freien vor. Im sogenannten „Gradierwerk“ mit beheizten Steinliegen rinnt Sole leise an Reisigsäulen herunter – die auf wohltuende 50 Grad temperierte Luft ist somit besonders gesund für die Atemwege. Und auch in dem von der traditionellen Salzgewinnung inspirierten Erlebnisraum ist für eines gesorgt: viel Platz für jeden.

Gmachl Genussdorf ****sDie grüne Insel am Nacktbadeteich mit integriertem Whirlpool erinnert an ein überdimensionales Vogelnest. Im Inneren herrscht ein tropisches Klima, exotische Schlingpflanzen und Schaukelliegen sorgen für das Feeling einer Fernreise.


Den kritischen Kommentar zu diesem Wellnesshotel in Salzburg lesen Sie hier: RELAX Guide – Gmachl Genussdorf ****s

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Entdeckungsreise in der Suite

Wasnerin G’sund & Natur ****s

Ein geschichtsträchtiges Haus im steirischen Salzkammergut überrascht mit ganz besonderen Inszenierungen. Stets im Mittelpunkt steht dabei bester Schlaf.

Dem Alltag entkommen

Diesen Vorsatz kennt wohl jeder: Im Wellnessurlaub werden wir das Handy Handy sein lassen und endlich wieder einmal in einem Buch versinken. Ein anspruchsvolles Kreuzworträtsel lösen. Oder einfach nur in den Himmel schauen und uns fragen, wie nochmal diese Wolkentypen heißen? Cirrocumulus oder so ähnlich? Die Realität sieht oft anders aus. Da müssen die Aussicht vom Balkon und das Kuchenbuffet auf Instagram gepostet werden, andere filmen gar die Erkundung des Spas und teilen das Erlebnis live mit der halben Social-Media-Öffentlichkeit. Wieder andere meinen, ihren E-Mail-Posteingang unter Dauerbeobachtung haben zu müssen, und schauen sicherheitshalber vor dem Schlafengehen noch dreimal auf ihr Smartphone. Und manche scannen nach dem Aufwachen als Allererstes, was sie über Nacht auf Facebook versäumt haben. Zu unser aller Entschuldigung: Der digital dominierte Alltag hat uns so programmiert. Solche Gewohnheiten im Urlaub augenblicklich abzulegen ist nicht leicht. Eine umso größere Rolle spielt daher ein Hotelsetting, das solche Automatismen aufgreift und behutsam umzuleiten weiß.

Wasnerin G’sund & Natur ****sAuch im Urlaub ist es nicht immer leicht, den Alltag hinter sich zu lassen um völlig zur Ruhe zu kommen. Doch in der Wasnerin hat man es sich zur Aufgabe gemacht, dies trotzdem so gut es geht zu ermöglichen – und das mit kreativen Ideen.

Themensuiten für jedermann

In der Wasnerin, einem geschichtsträchtigen Hotel in Bad Aussee, hat sich die engagierte Geschäftsführerin Petra Barta genau dieser Aufgabe angenommen. Ihre Gäste – brachial formuliert – aus den Fängen des Alltags mit seinen fixen Mustern zu befreien und ihnen während ihres Aufenthalts größtmögliche Erholung zu verschaffen war das erklärte Ziel bei der Neugestaltung der 15 Suiten im traditionsreichen Stammhaus. „Wir haben den Themenkomplex Hotelzimmer neu interpretiert“, erzählt Barta, „und haben jede einzelne Suite als eigene Welt inszeniert.“ Eine wichtige Rolle spielte bei der Konzeptionierung das Moment der Überraschung. „Wir wollen unsere Gäste in den neuen Suiten immer wieder aufs Neue zum Staunen bringen.“

Wasnerin G’sund & Natur ****sBei der Gestaltung der Wasnerin-Suiten wurde auch auf Überraschungsmomente gesetzt. Zentral bleibt im Ausseerland und in der Wasnerin das Thema Lesen, wie die hauseigene Bibliothek zeigt. Bekannte Autoren sind hier immer wieder gerne zu Gast.

Radikales Digital Detox in der Offline-Suite

Die radikalste Idee unter vielen ist die strahlenfreie „Offline-Suite“. Die Gäste haben hier – Stichwort „Digital Detox“ – nicht nur keinen Fernsehempfang, sondern auch kein WLAN und keinen Handyempfang. Die Offlinewelt dieser Suite hält dafür Dinge wie einen Handarbeitskorb, Malbücher und Gesellschaftsspiele bereit. In der „Seinerzeit Suite“ indes werden die Gäste in andere Jahrzehnte zurückkatapultiert, sie ist im Retrochic gestaltet: Lavalampen, ein altmodischer Fernsehapparat (mit neuem Innenleben), DVDs mit alten Filmen, ein Plattenspieler, ein TV-Testbild von anno dazumal an der Wand. An kreative Geister richtet sich die „Creative Suite“, die mit Suchbildern auf der Toilette und Worträtseln im Bad überrascht und an den Wänden viel Raum für Notizen bietet. Die Literatur ist nämlich seit jeher ein zentrales Thema im Ausseerland und in der Wasnerin. Kein Wunder, dass hier viele Autoren zu Gast sind. Das Haus lockt mit dem „Literasee Wortfestival“, monatlichen Lesungen, einer Bibliothek und einer kleinen Buchhandlung zahlreiche Lesefreudige an. In allen Suiten finden die Gäste ausgesuchten Lesestoff, der natürlich zur jeweiligen Themenwelt passt. Um guten Schlaf geht es in der „Auszeit Suite“, die 10 verschiedene Pölster wie ein Hanfkissen und ein „My Face Pillow“ mit extraglattem Überzug bereithält. Aber nicht nur in dieser Suite.

Wasnerin G’sund & Natur ****sDas Smartphone wird weggepackt. Digital Detox bedeutet in der strahlenfreien Offline-Suite: kein Fernsehempfang, kein WLAN und kein Handyempfang. Die kulinarische Detox-Kur sorgt für Vitalität.

Entspannung beginnt im Schlaf

Petra Barta ist bewusst, dass Schlaf einer der wichtigsten Faktoren für die Erholung ist. Und das beginnt in den Zimmern: Die Betten sind metallfrei (und wie so vieles im Haus aus österreichischer Produktion), ein Sleep-well-Korb versorgt Gäste mit Baldriantropfen und anderen beruhigenden Goodies, und während des Abendessens lüftet das Zimmerservice noch einmal. An den Teestationen wählen die Gäste aus Sorten, die die Entspannung fördern, und Lichtfarben, die schlafbehindernd wirken, werden in der Wasnerin möglichst vermieden – „das ist ganz essenziell und wird oft unterschätzt!“, so Barta. Wer möchte, kann früh abendessen oder nur eine leichte Kleinigkeit wählen. Auch das fördert schließlich guten Schlaf. Abendyoga sowie Tiefenentspannungsangebote im Spa tragen das Ihre bei. Und mit einer neuen Idee ist dieses mit drei RELAX Lilien ausgezeichnete Haus anderen wieder einen Schritt voraus: Schlafen unter freiem Himmel.


Den kritischen Kommentar zu diesem Wellnesshotel in der Steiermark lesen Sie hier: RELAX Guide – Wasnerin G’sund & Natur ****s

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Der Butler wartet schon

Geinberg5 Private Spa Villas

Das Feuer im offenen Kamin knistert, der private Whirlpool auf der Terrasse und die eigene Sauna stehen bereit. Ein Besuch in einer der exklusivsten Wellnessherbergen Österreichs, wo die kleinste Suite 114 Quadratmeter misst.

Service bis ins kleinste Detail

Verwöhnte und erfahrene Wellnessgäste in Erstaunen zu versetzen ist für Hoteliers gar nicht so einfach. Ein kleines Luxusrefugium mit nur 21 Suiten schafft das mit links, und zwar bereits in den simplen Kategorien Ankunft und Frühstück. Wer die sanften Hügel des Innviertels durchfährt und rund 35 Kilometer vor der Barockstadt Schärding bei den Geinberg5 Private Spa Villas ankommt, auf den warten schon ein Butler und ein Glas Champagner. Der Butler parkt das Auto des Gastes in der Garage, lädt das Gepäck in einen Elektro-Mercedes um und bringt die Ankömmlinge in ihre Suite. Auf Wunsch packt der dienstbare Geist auch die Koffer aus, bügelt Verdrücktes, heizt den Kamin an, erklärt Whirlpool und Sauna und bringt gerne einen Cocktail. Aber auch sonst stimmen die Details bei der Ankunft. Bademäntel und Hausschuhe haben die richtige Größe, denn das Maß wurde schon bei der Reservierung erfragt. Das gilt ebenso für die Wunschzeitung, für Bettdecke und Polster. Letzteren kann man schon vorab aus 14 verschiedenen Varianten auswählen.

Geinberg5 Private Spa VillasDer Butler wartet tatsächlich. Kaum kommt man an, warten schon ein Glas Champagner und erstklassiges Service. In Geinberg5 stimmt die Größe des Bademantels, und ums Gepäck muss man sich nicht kümmern.

Feinste Kulinarik von früh bis spät – auch in der eigenen Suite

Aber kommen wir zum Frühstück. Dieses wird auf Wunsch in der Villa serviert – rund 45 Prozent der Gäste lieben das –, und zwar bis 18 Uhr (!). Natürlich frühstücken höchstens Schwerverliebte erst am Nachmittag. Aber es ist eine schöne Geste des Luxus’, die signalisiert: Geinberg5 ist eine absolut stressfreie Zone. Im Restaurant wird – heute schon eine Seltenheit – ein Frühstück à la carte geboten, und das vom Feinsten, ob Müsli oder Minutensteak, Eggs Benedict oder Lachs. Kurz: Dieses Restaurant mit dem etwas merkwürdigen Namen Aqarium kann schon was. Küchenchef Peter Reithmayr hat hier mit seinem Team zwei Gault-Millau-Hauben erkocht. Und für sein „Lazy Sunday“-Frühstück müssen sich Gäste von außen mittlerweile zweieinhalb Monate vorher anmelden. Das gilt natürlich nicht für die „Lucky Few“, die in den Suiten wohnen und dort oft während des ganzen Aufenthalts gar nicht mehr raus wollen. Rund ein Viertel der Gäste lässt sich sogar das Abendessen in die Luxussuite bringen.

Geinberg5 Private Spa VillasOb im Restaurant oder in der eigenen Suite – hier in Geinberg5 kann man feinste Kulinarik wann und wo man möchte genießen.

Luxus pur in Oberösterreich

Aber wo sind wir denn hier überhaupt? Geinberg5 ist die First-Class-Abteilung der oberösterreichischen Therme Geinberg. In unmittelbarer Nähe des schönen Thermentempels liegen elf Bungalows mit 21 Suiten, die um zwei große Naturbadeteiche angeordnet sind. Die luxuriös eingerichteten Suiten bieten das, was man Privacy nennt: Einige sind völlig uneinsehbar, bei den anderen müsste man schon am 70 Meter entfernten anderen Ufer des Badeteichs stehen, um etwas zu sehen. Die Geinberg5-Gäste können die Therme frei nutzen, zum Beispiel die karibische Salzwasserlagune oder den orientalischen Hamam. Der Butler bringt die First-Class-Gäste auch gerne das kleine Stückchen mit dem E-Mercedes hin und retour, ein Service, das speziell im Winter öfter in Anspruch genommen wird. Aber ansonsten ist Geinberg5 eine eigene Welt, die trotz eines anspruchsvollen Preisniveaus (Suiten ab 630 Euro/Nacht inklusive Frühstück) eingeschworene Fans hat.

Geinberg5 Private Spa VillasGeinberg5-Standardsuite mit freistehender Badewanne und einer eigenen Privatsauna. Luxus auf 114 Quadratmetern, wie man ihn in österreichischen Wellnesshotels selten findet.

Wer einmal kommt, kommt immer wieder

„Wir haben extrem viele Wiederholer“, sagt Direktor Manfred Kalcher, der die Fünfsterne-Wellnessoase seit der Eröffnung 2012 führt. „Viele waren schon 30-, 40-mal hier. Unser treuester Gast hat sogar schon 70 Aufenthalte bei uns absolviert.“ Neben einer gut betuchten Klientel zieht es oft Menschen ins Geinberg5, die etwas zu feiern haben. „Wir erleben praktisch keinen Tag ohne mindestens drei Geburtstage und vier Hochzeitstage“, weiß der Hotelmanager. Im Sommer sind es passionierte Schwimmer, die den großen Naturteich lieben. Dort tummeln sich auch einige Störe, die Frösche jagen. Nur einmal habe sich ein Gast über die Fische beschwert, erinnert sich der Hotelchef lächelnd. „Es war ein Nacktschwimmer, der beim Anblick eines Störs plötzlich sehr besorgt war.“

Geinberg5 Private Spa VillasZwei große Naturbadeteiche bieten Schwimmern ein sportliches, chlorfreies Badeerlebnis. Wer lieber entspannt, kann auf der eigenen 40-Quadratmeter-Terrasse einen 36 Grad warmen Außenwhirlpool genießen.


Den kritischen Kommentar zu diesem Wellnesshotel in Oberösterreich lesen Sie hier: RELAX Guide – Geinberg5 Private Spa Villas

Weitere Informationen: Geinberg5 Private Spa Villas

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